3. Leipziger AVWS-Fachtag (2014)

Rückblick auf den 3. AVWS-Fachtag "AVWS – und dann?"

Zum dritten Mal lud das Berufsbildungswerk Leipzig für Hör- und Sprachgeschädigte am 30. September 2014 zum Leipziger AVWS-Fachtag mit der Überschrift „AVWS – und dann? Therapie – Förderung – Akustik“ ein. Während bei den ersten beiden Leipziger AVWS-Fachtagen der inhaltliche Schwerpunkt eher auf Definition und Diagnostik lag, ging es diesmal vorrangig um Therapie, Förderung und Akustik. „Typisch für den Leipziger AVWS-Fachtag ist eine Mischung aus Wissenschaft und Praxis, die zum Austausch und zu Diskussionen anregen soll“, so BBW-Sprecherin Maike Hillenbach. Als Gastgeber freue sich das BBW Leipzig über das wachsende Interesse und die knapp 250 Gäste aus ganz Deutschland. „Wir kennen AVWS in unserem Berufsbildungswerk schon lange und wollen mit unseren Erfahrungen gern zur Verbesserung von Diagnostik, Therapie und Förderung beitragen“, so Hillenbach.

Hauptreferent Prof. Dr. Rainer Schönweiler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie (DGPP), stellte die von ihm für die DGPP mit verfassten AVWS-Leitlinien vor und bezog diese auf die Behandlung dieses Störungsbildes. Nach dem Hauptvortrag folgten vier Impulsreferate am Vormittag und Workshops am Nachmittag.

Vorgestellt wurde auch das neue AVWS-Projekt am Berufsbildungswerk Leipzig. Am 1. März 2014 mündete die langjährige Kooperation mit dem Universitätsklinikum Leipzig in ein festes AVWS-Projekt mit dem Titel „Zentral-auditiv bedingte Sprachstörungen bei Jugendlichen - Diagnostik und Förderung für den beruflichen Bildungsweg (ZASS)“. Beim Projekt, das bis 2019 läuft, geht es neben der medizinischen Diagnose auch darum, herauszufinden, wie Jugendliche mit AVWS unterstützt werden müssen, um ohne Probleme einen Schul-, Ausbildungs- und später Arbeitsalltag zu meistern.